Hallo Pflegeenthusiasten! ;D
Da das Interesse an der Fahrzeugpflege hier stetig wächst und vielleicht in Zukunft mehr von euch mit der Maschine arbeiten werden, möchte ich euch eine kurze Anleitung geben, nach der ihr euren Lack aufbereiten könnt. Bei Fragen: Nicht scheu sein!
Dazu erstmal was Allgemeines:
Bei der Lackkorrektur gilt es die oberste Schicht Lack zu entfernen, um die darunterliegende, klare Schicht zum Vorschein zu bringen. Kratzer sind quasi Einkerbungen in den Lack und wie ihr wahrscheinlich auch schonfestgestellt habt, per Hand nicht 100% effektiv zu entfernen. Dafür sind sie oft einfach zu tief, und die Handpolituren zu mild.
Polituren, die für die Maschine konzipiert sind, brechen wesentlich langsamer und haben gröbere Schleifkörner. Sie brechen langsamer bedeutet, dass es länger dauert, bis sich die Schleifkörner in der Politur fein geschliffen haben und man die Reste abwischen kann.
Grundsätzlich gilt das Prinzip: Zu erst die mildeste verfügbare Politur und das weicheste Pad nehmen, das man da hat. Das ganze auf dem Lack an einer Stelle testen und schauen, ob es zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Falls nein, erst die selbe Politur mit einem härterem Schwamm testen und falls das nicht reicht, härtere Politur und ein härterer Schwamm. Für die Korrektur an den Opel Lacken bei stärkeren Kratzern, die z.b. durch Waschanlagen entstehen, nehme ich gerne [URL=http://www.elitecarcare.co.uk/product_info.php?cPath=27&products_id=204]Meguiar's #83[/URL] in Verbindung mit einem Lake Country CSS Cutting Pad. Da Opel Lack sehr weich sind, fruchtet diese Kombination sehr gut. Was andere, das ich schon daheim habe und demnächst an einem 95'er Astra F testen kann, ist die sehr beliebte [URL=http://www.elitecarcare.co.uk/product_info.php?cPath=27&products_id=366]Menzerna PO 85 RD 3.02[/URL]. Da #83 was grober ist, entfernt es zwar auch grobe Defekte, hinterlässt allerdings auch seine Spuren. Das Gleiche gilt auch für die oben aufgeführte Menzerna Politur. Diese Spuren werden im Anschluss mit einer Finishing Politur entfernt. Bei Meguiar's ist das im Idealfall die [URL=http://www.autopflege24.net/ap24shop/Profiprodukte/Polituren/Meguiars-Mirror-Glaze-%2382-Swirl-Free-Polish-klein::148.html]#82[/URL] oder aber die [URL=http://www.elitecarcare.co.uk/product_info.php?cPath=27&products_id=203]#80[/URL]. Frisch aus England habe ich noch die [URL=http://www.elitecarcare.co.uk/product_info.php?cPath=27&products_id=368]Menzerna PO 85 RD Final Finish[/URL] hier, welche ich beim nächsten mal anwenden werde. Das Ganze in Verbindung mit einem weichen Finish Pad, wie z.B. den [URL=http://www.carparts-koeln.de/shop.php?nav.1=3804&nav.2=4017&nav.3=4041&artikelid=11029]3M Anti Hologramm Polierschaum[/URL] oder den [URL=http://www.carparts-koeln.de/shop.php?nav.1=4360&nav.2=4362&artikelid=670490]Meguiar's W9006[/URL].
Nach diesem Vorgang ist der Lack "LSP ready". Das heißt genau: Last Step Product ready. An der Stelle ist der Lack also perfekt vorbereitet für den anschließenden Wachs- bzw. Versiegelungsauftrag. Bei Dodo, Zymöl oder Swizöl würde ich persönlich allerdings vorher noch den Lackreiniger der jeweiligen Firma anwenden, um zu gewährleisten, dass das Wachs perfekt haftet. Die Versiegelung bzw. das Wachs ist also der finale Schritt. Das Ganze kann per Maschine und einem weichen Schaum gemacht werden, ich mache das aber immer per Hand.
An der Stelle noch eine wichtige Sache: Drehzahlen und Druck.
Ich arbeite, wie einige von euch wissen, mit der G220 von Meguiar's (Exzenter!). Diese kann man stufenlos von 1-6 bezüglich der Geschwindigkeit einstellen. Das ist bei anderen Exzentern ganz ähnlich, ich glaube, die meisten haben ähnliche Drehzahleinstellungen.
Ihr gebt auf den Polierschwamm eine kleine Menge Politur (etwa 5 1 Cent Stück große Tropfen für eine 50 x 50 cm Fläche) und verteilt mit Stufe 1 die Politur auf der zu bearbeitenden Fläche. Einmal komplett verteilt, stellt ihr auf Stufe 3 und arbeitet die Politur im Kreuzgang und überlappend ein. Kreuzgang bedeutet: Ihr fahrt erst vertikale Linien mit der Maschine (überlappend), und dann horizontale Linien (ebenfalls überlappend). Danach schaltet ihr auf Stufe 5 um effektiv Lack abzutragen und fahrt dabei weiterhin überlappend im Kreuzgang.
Wichtig hiebrei ist der Druck, den ihr auf den Kopf der Maschine, also auf den Stützteller und den Schwamm, ausübt. Dazu habe ich hier etwas vorbereitet.
Der Kandidat:
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Und hier hätten wir den Stützteller. Wie ihr seht, klebt auf dem Stützteller ein weißer Streifen. An dem könnt ihr festmachen, wann ihr den richtigen Druck ausübt. Exzenter Polierer zeichnen sich dadruch aus, dass sie für Anfänger geeignet sind, da sie, wenn man zu viel Druck ausübt, stehen bleiben und der Lack somit nicht verbrennen kann. Bei Rotationsmaschinen dreht der Teller immer weiter, egal wie feste man drückt. Der Lack ist dann ruck zuck runter. Daher ist dieser Guide auch nur für Exzentermaschinen!
Also, ihr klebt euch solch einen Streifen auf den Teller und übt so viel Druck auf die Maschine aus, dass dieser Streifen sich nur noch langsam vorwärts bewegt. Bleibt er stehen, übt ihr zu viel Druck aus, dreht er gutmütig rasend seine Runden, übr iht zu wenig Druck aus. Die Scheibe soll nur langsam rotieren.
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Testen könnt ihr das mit eurer Hand. Keine Angst, da passiert nichts ;) ;D . Einfach Maschine auf Stufe 1, anschmeissen und mit der Hand Druck auf den Teller ausüben.
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Diese Druckorientierung gilt auch nur für die abrasiven Polituren, mit denen man Lack entfernen will.
Bei weicheren Pads und Finish Polituren, wo die Politur einfach nur verteilt und leicht eingearbeitet werden möchte, reicht fast immer das Eigengewicht der Maschine aus. Ihr merkt auch, dass das Pad zu weich ist um genug Druck auszuüben, bis der Teller nur langsam rotiert. Das Pad würde durchgedrückt werden und ihr drückt quasi mit dem Stützteller auf dem Lack.
Ich hoffe, ich konnte die Maschinenpolitur etwas näher bringen mit diesem Guide. Ich wollte nicht zu sehr ins Detail gehen, dazu könnt ihr hier besser speziell fragen.
P.S.: Das "System" habe ich mir selbst ausgedacht und verweise auf die eigenen Verantwortung bei der Anwendung.
Viele Grüße,
Sebastian
Einführung Polieren mit der Maschine
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TwinSport -
July 15, 2008 at 8:46 PM
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Perfekt! Darauf hab ich gewartet! 8) Das mit dem Klebestreifen muß ich allerdings mal ausprobieren, hab das jetzt nicht ganz verstanden, wie er sich bewegen soll. :) Geh da ruhig mal ins Detail! ;)
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Da haste dir mal wieder echt viel Mühe mit der Dokumentation gegeben, Sebastian[URL=http://imageshack.us][IMG]http://img361.imageshack.us/img361/6126/daumenhoch20bc0.gif[/img][/URL] ...........alter "Waschknecht" ;D ;D ;D
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Es lässt sich schwer beschreiben. Probieren geht da wirklich über studieren. Wenn du nachher mit der Maschine über den Lack gehst, wirst du sehen, was ich meine. Der Teller und somit auch der Klebestreifen sollen sich halt nur ganz langsam drehen. Dann weißt du, dass du den richtigen Druck ausübst. Übst du weniger Druck auf den Kopf der Maschine aus, dreht der Teller selbstverständlicher schneller, da der Motor weniger gegenzuarbeiten hat. Drückst du fester, bleibt er irgendwann stehen. Dann ist es zu fest. Eine Umdrehung des Tellers sollte ca. 2 Sekunden betragen, somit beträgt auch die Umdrehung des Klebestriefens ca. 2 Sekunden. Wenn du sonst noch was wissen willst, frage einfach, dann gehe ich da gerne drauf ein. Das Grundprinzip ist aber klar, oder? Viele Grüße, Sebastian
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Das Prinzip ist klar. Mit der jetzigen Beschreibung hab ichs auch voll und ganz begriffen. ;D Aber 2 sek. für eine Umdrehung sind arg lang! Selbst wenn die Maschine mit nur 500U/min läuft, dann wären das 8,3U/sek. So langsam wird die doch nicht drehen. ??? Da bin ich mit der Hand schneller. :D
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Nein, die Bewegung ist exzentrisch. Die Maschine arbeitet in Orbital- und Rotationsbewegungen. Sie rotiert dann nur langsamer und das kannst du am Stützteller festmachen.
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Ok, muß ich also doch gesehen haben. ;D
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Jo, oder ich müsste mal ein Video machen. Vielleicht denke ich daran bei der nächsten Aufbereitung ;) ;D .
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total klasse Bericht und sehr hilfreich, ich habe bis jetzt immer nur mit der Hand gearbeitet, weil ich nie richtig wußte wie man vorgeht DAUMEN HOCH ;D an den Fachmann!!
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Tach, hat jemand schon das #105 und #205 ausprobiert? Ich will mich demnächst an der Maschinenarbeit versuchen. Da ich darin ein totaler Laie bin wollte ich nochmal vorab fragen ob ich die Sachen so nehmen kann. Materiallien: Rotationsschleifmaschiene(vorhanden, schleif-/poliermaschine vom Supermarkt) 1x #105 1x #205 1o.2x? Lake Country ccs orange 4" 1o2x? Lake Country ccs weiß 4" 1x passenden Stützteller Hat jemand Erfahrung mit den Polituren? Passen die pads dazu? PS: doofes Tele ich hoffe die Schrift ist gleich gleichgroß! Grüße
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